Männer 1: Saison 2011/2012 |
| erstellt am 24-01-2011 |
| news >> Erste |
Der SC Vöhringen und Harald Michaeler haben vereinbart, die Zusammenarbeit in der nächsten Saison nicht fortzusetzen, da die Vorstellungen über die sportliche Zukunft in den nächsten Jahren zu unterschiedlich sind. Während es beim Trainer in erster Linie um, aus seiner Sicht nachvollziehbaren Wunschvorstellungen geht, ist für den SCV nach wie vor die Machbarkeit entscheidend. oder anders formuliert: Harald Michaeler hätte zu dem bisherigen Stamm und den eigenen Nachwuchsspielern gerne gezielt Verstärkungen um realistische Chancen für einen Aufstieg zu haben. Doch die sind nur mit so hohen finanziellen Auflagen verbunden, die der Verein derzeit nicht stemmen kann. Dies ist mit dem finaziellen SCV-Konzept und der Vereinsphilosophie nicht vereinbar. Deshalb wird in gegenseitigem Einvernehmen die Trennung zum Saisonende vollzogen. Bis dahin will Michaeler aber alles tun, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.
Ein Nachfolger steht bereits fest. Lutz Freybott kommt vom Ligakonkurrenten HV Rotweiss Laupheim zurück an die Iller. Freybott war bereits von 1999 bis 2003 Trainer beim SCV und schaffte damals den Aufstieg von der Verbands- in die Oberliga (heutige Württembergliga).
Sehr erfreulich ist auch, dass die Personalplanungen für die nächste Saison schon auf einem sehr soliden Fundament stehen. Außer Linksaußen Andre Möller (wechselt zum zukünftigen Ligakonkurrenten TSV Blaustein) bleiben alle Spieler beim SCV. Vor allem der ebenfalls von Blaustein heiß umworbene Alexander Henze hat sich nach kurzer Bedenkzeit für den Verbleib an der Iller entschieden. Das Vöhringer Konzept unter Trainer Lutz Freybott hat ihn klar überzeugt. Zugesagt für eine weitere Spielrunde hat auch Routinier Daniel Owegeser, der schon in den letzten Wochen als "Aushilfe" bewiesen hat, dass er nicht nur in der Abwehr der Mannschaft noch eine Stütze sein kann. Und sogar Stefan Stein, der nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Doktorarbeit und langwieriger Verletzung nun wieder in das Training einsteigt könnte sich gut vorstellen wieder dabei zu sein.

Lutz Freybott hört in Laupheim auf und will in der nächsten Saison für Durchblick in Vöhringen sorgen.
Nachfolgend zur Info die Pressemitteilung des HV Rotweiss Laupheim zum Trainerwechsel, verfasst vom Laupheimer Pressesprecher Joachim Mann:
(jo) Trotz des Angebotes einer Vertragsverlängerung wird Lutz Freybott
als Trainer der Laupheimer Handballer sein Engagement bei den Rot-Weißen
nach dem Saisonende im April diesen Jahres nicht weiter verlängern.
Sowohl menschlich als auch fachlich und natürlich auch im Kampf um den
Klassenerhalt in der noch laufenden Saison ein herber Schlag für den HRW
Laupheim. „Mit großem Bedauern müssen wir die Entscheidung von Lutz
Freybott so akzeptieren, wir hätten sehr gerne mit ihm weitergearbeitet.
Aber die persönlichen Gründe sind auch für uns nachvollziehbar und wir
wünschen ihm alles Gute. In unser beider Interesse ist es, dass wir uns
nächste Saison in der gleichen Klasse wieder sehen“ so Laupheims 1.
Vorsitzender Manfred Gebert. Vor allem der deutliche geringere
Zeitaufwand durch die kurzen Anfahrtswege beim neuen und alten Verein
gaben den Ausschlag für die Wahl. Damit ist auch das Ziel des bei
Illertissen wohnhaften Freybott schnell identifiziert: Er kehrt zum
Ligakonkurrenten SC Vöhringen zurück, den er bereits vor einigen Jahren
über vier Jahre hinweg verantwortete und mit der Herrenmannschaft in der
Verbandsliga und auch Oberliga sehr erfolgreich war. Danach war er über
Umwegen 2008 nach Laupheim gekommen und hatte nach dem Abstieg die
blutjunge Mannschaft übernommen, erfolgreich geformt und 2010 zur
Meisterschaft in der Landesliga und damit dem Wiederaufstieg in die
Württemberg-Liga geführt. Die frühzeitige Bekanntgabe des Wechsel zeugt
einmal mehr vom hohen Niveau des Trainers, der auch mit Wehmut geht:
„Mir tut es natürlich auch leid für die junge Mannschaft, die wirklich
fabelhaft zusammen hält und toll gekämpft hat die letzten drei Jahre.
Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und ich habe lange
dafür gebraucht, aber jetzt herrscht für alle Beteiligten Klarheit und
wir können uns voll auf den Klassenerhalt konzentrieren.“ Mit dieser
Klarheit bleibt den Verantwortlichen des HRW nun auch genügend Zeit,
nach einem qualifizierten Trainer zu suchen, der die Mannschaft im
Frühsommer übernimmt. Erste Gespräche sind bereits absolviert und viel
versprechende Kontakte geknüpft, spruchreif allerdings ist nach knapp
einer Woche natürlich noch keine Verpflichtung.
zurück