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Bilanz 2010/2011 der Handball-Region

Erste
erstellt am 18-05-2011
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Zahlen lügen nicht: Die höherklassigen Handball-Männer der Region haben die Frauen klar abgehängt. Und zwar um Längen. Das und vieles mehr zeigt eine Bilanz der Saison 2010/2011 auf.

Der Kurznasen-Rüsselspringer ist in Afrika beheimatet, vom Erscheinungsbild her gleicht das sich seit etwa 30 Millionen Jahren fortpflanzende Tierchen einer Springmaus und ist dementsprechend naturgemäß wieselflink. Die Aktiven der TSG Söflingen blicken zwar nicht auf eine ähnlich lange Tradition als Handball-Verein zurück - gemessen an der Existenz des Wüstentieres -, aber gewisse Parallelen gibt es allenthalben: In der Schluss-Geschwindigkeit eines Kurznasen-Rüsselspringers sprangen die Vorzeige-Ballwerfer der Region dem gefräßig sich aufreißenden Abstiegsschlund davon und retteten eine weitere Saison in der dritthöchsten Spielklasse.

"Den Söflingern gebührt Respekt!", gratulierte gar Horst Schmid, der Manager der HSG Langenau/Elchingen, "für die Region ist es gut, wenn eine Mannschaft so hoch spielt." Auch wenn vor wenigen Spielzeiten der Langenauer Schmid die Söflinger etwa noch als "Rettichbauern" bezeichnete, mittlerweile herrscht ein moderater Umgangston zwischen dem benachbarten Dritt- und dem Viertligisten.

Da also die Söflinger, die in der kommenden Runde von Heiko Burmeister und Co-Trainer Gabor Czako samt Mannschaftsbetreuer Bernhard Zeiler geführt werden, sich einem Derby in der Vierten Liga kurznasen-rüsselspringer-gleich entzogen haben, fällt dieses heiße Duell flach. Der 46-jährige Hartwig "Jopi" Schenk, den manche als "Heesters der Baden-Württemberg-Oberliga" sehen, wird laut Manager Schmid dennoch eine weitere Saison an der Nau dranhängen.

Geplatztes Derby Söflingen gegen Langenau - trotzdem darf sich die Region auf pikante nachbarschaftliche Auseinandersetzungen freuen: Aufsteiger Blaustein trifft in der neuen Heimat, die da Württembergliga heißt, auf den SC Vöhringen. Das bedeutet unter anderem: TSV-Coach Stephan Hofmeister hat ebenso seinen ehemaligen Klub SC Vöhringen zum direkten Gegner wie Harald Michaeler, der sich eine Doppelbelastung (Coach bei den Frauen der TSF Ludwigsfeld/Spieler in Blaustein) zutraut. Nicht zu vergessen sind hierbei Akteure wie Michael Beschoner oder Adi Konkel, die ebenfalls beide Trikots kennen.

Auch in der Landesliga steht ein pikantes Derby an: Der TV Gerhausen darf sich mit der TSG Ehingen messen. Da knistert es ordentlich im Torgebälk, schließlich wurde bekanntlich Peter Prinz nach vielen, vielen Spielen, also quasi mehreren Kurznasen-Rüsselspringer-Generationen, beim TVG gefeuert und heuerte nun in Ehingen an.

Unterm Strich darf bilanziert werden: Die Männer der Region haben einen richtig guten Job gemacht: Kein Absteiger, ein Aufsteiger. 144:118 Punkte sammelten die fünf Männer-Teams, welche die Region Ulm im Bezirk vertreten. Dagegen stehen insgesamt 116:106 Punkte der fünf Damen-Mannschaften. Das liest sich zwar gerade noch einigermaßen positiv, aber letztlich ist die Region zum Beispiel in der Frauen-Landesliga nicht mehr vertreten. Die HSG Lonsee/Amstetten und die SG Ulm/Wiblingen konnten den Abstieg nicht verhindern, immerhin schaffte der SC Lehr den Sprung in die Württemberg-Liga, wo es ein nachbarschaftliches Kräftemessen mit der SG Burlafingen/Ulm geben wird.

Sorgen muss man sich um die TSF Ludwigsfeld machen. Nach der Hinrunde nur zwei Punkte von einem Aufstiegsplatz in die Dritte Liga entfernt, brach das Team in der Rückrunde stark ein. Michaeler, der die Nachfolge von Alexander Zaiser und Interimscoach Tobias Albsteiger antritt, steht vor keiner leichten Aufgabe. Albsteiger wird nach eigener Aussage den Chefcoach als Co-Trainer unterstützen. Da bleibt für Michaeler, den Ex-Söflinger, mehr Spielraum, um als Aktiver in Blaustein bekanntermaßen einzugreifen: immer noch TSG-flink wie ein Kurznasen-Rü. . ., ähh, Wiesel.

Quelle: Südwestpresse Ulm

 



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