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Leitlinien unserer Jugendarbeit

 
Wir haben den Wunsch, dass aus unseren Spielern nicht nur gute Handballer und Handballerinnen werden, sondern dass sie sich zu umfassenden Persönlichkeiten entwickeln. Deshalb setzen wir uns folgende Ziele:
Hierbei handelt es sich um einen Auszug aus dem Kapitel „Handballer sind anders“ von Robert Becker aus dem Buch TEAMGEIST – die zwei Leben des Joachim Deckarm.
 
Diese grundsätzlichen Ziele, mit denen wir uns absolut und vollinhaltlich identifizieren, beinhalten die konkreten und detaillierten „Leitlinien für unsere Jugendarbeit“!
 

Was wir bieten:

 
Fazit: Wir wollen im SCV ein optimales Spektrum schaffen, damit keine Spielerin und kein Spieler den Verein verlassen muss, um bessere Bedingungen vorzufinden!
 

Grundsätzliches zu den Einsätzen unserer Spieler und Spielerinnen:

 

Von unseren Trainern erwarten wir:

 

Und natürlich stellen wir auch an unsere Jugendlichen gewisse Erwartungen:

 

Unsere Haltung gegenüber dem Schiedsrichter

Wir wollen:
Deshalb:
 
Sigge Scheffold
 
 

Pädagogisch orientierte Leitlinien

 

Der Deutsche Handballbund hat in seiner neuesten Rahmentrainingskonzeption „Pädagogisch orientierte Leitlinien“ veröffentlicht, die sich optimal mit unseren Abteilungsinternen Leitlinien ergänzen. Deshalb können wir nur alle Trainer, Mannschaftsverantwortliche und Betreuer bitten, sich daran zu halten und diese Vorschläge als Basis für ihre Tätigkeit zu verwenden!

 

  1. Betreuung von Nachwuchsspielern darf sich nicht nur auf Training und Spiel konzentrieren. Für verantwortungsvolle Jugendtrainer ist jeder Nachwuchsspieler gleich wichtig, ob im sportlichen oder außersportlichen Bereich.

 

  1. Nicht nur die individuelle sportliche Entwicklung, sondern vor allem die gesamte Persönlichkeitsentwicklung von Jugendspielern steht für Jugendtrainer im Sinne eines ganzheitlichen Betreuungskonzeptes im Vordergrund.

 

  1. Jugendtrainer lehnen eine ausschließlich oder weit überwiegend ergebnisorientierte Kinder- und Jugendarbeit, die Ursache vieler Fehlentwicklungen ist, ab.

 

  1. Jugendtrainer fördern die Eigenverantwortlichkeit ihrer Nachwuchsspieler z.B. für die eigene Leistung, das Trainieren und Erarbeiten von Leistungsvoraussetzungen sowie für die Integration ins Team.

 

  1. Jugendtrainer sind sich als anerkannte Bezugsperson ihrer Vorbildfunktion gegenüber heranwachsenden Kindern und Jugendlichen bewusst.

 

  1. Jugendtrainer akzeptieren Kinder und Jugendliche als eigenständige Persönlichkeiten.

 

  1. Jugendtrainer akzeptieren, dass Kinder und Jugendliche in Training und Spiel Fehler machen; denn eigentlich sind es gar keine Fehler, sondern „Entwicklungshelfer“.

 

  1. Eigeninitiative, Selbständigkeit und Spontaneität sollten gefördert und nicht verboten werden. Wer junge Handballer in taktische Zwänge presst, sie in Training und Spiel nicht selbst experimentieren lässt, der wird keine kreativen Spielerpersönlichkeiten ausbilden.

 

  1. Kreativität fördern heißt: Spiel und Training nicht permanent reglementieren, sondern Freiräume schaffen, ausprobieren und frei spielen lassen.

 

  1. Kreativität fördern heißt aber auch: Unkonventionelle Spielweisen nicht unterbinden, sondern Eigeninitiativen und Spontaneität fördern.

 

„Verantwortungsvolle Nachwuchstrainer haben nicht den kurzfristigen Mannschaftserfolg, sondern die gesamte Persönlichkeitsentwicklung ihrer Nachwuchsspieler im Blick. Der Trainer muss sich dabei seiner Vorbildfunktion bewusst sein!“

                                                                                                                        Renate Schubert

 

 

So geht’s: Richtiges FAIRhalten!

 

…..von Spielern

Als Spieler prägt Ihr durch Euer Verhalten die Atmosphäre und den Charakter des Spiels. Setzt Euch hin und wieder in die Lage des Schiedsrichters oder auch des Trainers, um deren Entscheidungen zu versehen. Ein guter Spieler hat es nicht nötig, durch unfaire Mittel ein Spiel zu gewinnen. Respektiert den Schiedsrichter und seht ihn nicht als notwendiges Übel, sondern als eine Persönlichkeit, ohne die der Handball nicht möglich wäre!

 

…..von Trainern und Betreuern

Handelt als Trainer, Mannschaftsverantwortlicher oder Betreuer in Euren Aktionen ruhig und gelassen. Macht Euch klar, dass Ihr die Verantwortung tragt! Bedenkt dies immer und strebt nicht nur nach sportlichen Erfolgen, sondern achtet auch auf die Charakterbildung, vor allem im Jugendbereich! Sorgt bitte alle dafür, dass die Akteure immer sportlich-realistische Ziele vor Augen haben. Bleibt engagiert, aber fair. Denn als Trainer habt Ihr eine große Vorbildfunktion – gerade in Eurem Verhalten gegenüber Schiedsrichtern und Gegnern.

 

…..von Eltern

Versuchen Sie stets, Ihrem Kind ein faires und echtes Vorbild zu sein. Haben Sie nicht allzu hohe Erwartungen und geben Sie Ihrem Kind den nötigen Rückhalt. Unterstützen Sie Ihr Kind in seiner Aktivität, aber mischen Sie sich nicht in die ureigene Sphäre des kleinen Sportlers ein. Belohnen Sie faires Verhalten, mäßigen Sie falschen Ehrgeiz und Zurufe. Respektieren Sie die Schiedsrichter und deren Entscheidungen.

 

…..von Schiedsrichtern

Absolute Regelsicherheit ist das Nonplusultra für den Schiedsrichter. Bleibt stets gerecht und bewahrt Eure Neutralität. Nutzt den Interpretations-Spielraum der Regelauslegung, um die Wettkampf-Atmosphäre zu entkrampfen. Lasst Euch in Euren Entscheidungen niemals von außen beeinflussen. Bedenkt, dass Eure Funktion nicht nur im Durchsetzen von Regeln besteht, sondern dass Ihr durch Euer persönlichen Auftretens ein Spiel stark beeinflusst.

 

….von Fans

Unterstützt die Spieler lautstark und stimmungsvoll. Setzt akustische und optische Hilfsmittel ein, um Euren Rückhalt eindrucksvoll zu demonstrieren. Rhytmisches Klatschen und Trommeln erzeugt positive Stimmung auf den Rängen und in der Halle. Intelligente und spaßige Sprechgesänge machen jedes Handballspiel zum „Event“!

Aber vermeidet unbedingt alle beleidigenden und diskriminierenden Äußerungen gegenüber Schiedsrichtern, Spielern, Funktionären und Anhängern des Gastvereins. Vermeidet alles, was zur Verunglimpfung beitragen könnte!

 

….von Funktionären

Achtet darauf, dass alle vorgenannten Punkte eingehalten und umgesetzt werden. Lebt es vor und habt den Mut, diejenigen anzusprechen, die sich noch nicht so verhalten. Denkt stets daran, dass wir alle zusammen die Vorbilder für unsere Jugendlichen  und verantwortlich für das Ansehen in der Öffentlichkeit sind.

 

….von allen Handballfreunden

Lasst Euren Emotionen freien Lauf aber vermeidet jegliche Art von Aggression! Dann haben wir alle noch viel mehr Spaß an der wirklich schönsten Nebensache der Welt! Denn was wäre diese ohne Handball.

 

Sigge Scheffold

 

PS: Zugegeben. Diese Anregungen stammen nicht alle von mir. Die Überschrift und einige Formulierungen habe ich einem Handzettel des Berliner Handballverbands entnommen und mir erlaubt sie etwas anders zu formulieren, zu personifizieren und zu ergänzen. Und das alles in der Hoffnung, dass sich Jeder irgendwo angesprochen fühlt - ich glaube, es ist für Jeden etwas dabei!

 

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